Inhaltshinweis:Transfeindlichkeit, Sexualisierte Gewalt, Diktatur, Mord, Folter, linke Menschenfeindlichkeit
Weiterer Hinweis: Der Text ist etwas länger und aufwendig geworden. Teil II fügen wir in den nächsten Tagen (Vorausichtlich bis Montag) hinzu.
Der Text bezieht sich nur auf Ende Gelände Bochum nicht das Ende Gelände Bündnis insgesamt.
Kurzsammenfassung:
In unserer Veröffentlichung geht es um sexualisierte Gewalt in der Bochumer Linken Szene bzw. Nicht-Umgang oder missbräuchlichen Umgang damit.
Der Text gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil geht es um die Verbindung vom Sozialen Zentrum (SZ) Bochum und Ende Gelände (EG) Bochum mit der Gruppe Rotes Ruhrgebiet. Das Rote Ruhrgebiet bzw. der Ableger Cay und Nelken waren an Vergewaltigungen in der Linken Bochumer Kneipe Neuland beteiligt. Das haben wir bereits kurz dargestellt. Wir veröffentlichen nun Aussagen einer Person aus dem SZ-Umfeld, nach der bewusst, trotz Scheiterns des Awarnessprozesses, mit dem Roten Ruhrgebiet zusammengearbeitet, ihm ein Raum im Sozialen Zentrum geboten wurde. Die Aussagen zeigen auch das Weltbild auf, aus welchem heraus dies geschah.
Das Rote Ruhrgebiet war gemeinsam mit Ende Gelände Bochum außerdem an mindestens
einem Awarnessprozess beteiligt – nachdem klar war, was im Neuland geschehen ist.
In Teil 2 sprechen wir darüber, dass Ende Gelände Bochum und Soziales Zentrum kurz danach Vorwürfe sexualisierter Übergriffe konstruiert haben, um eine politisch unliebsame Person anzugreifen und mundtot zu machen. Konstruiert heißt, das die vermeintlich betroffene Person diese Vorwürfe nie geäußert hat.
Wir veröffentlichen dazu, in Absprache, deren Statement und weitere Aussagen von zwei Personen, bzw. der Gruppe Ende Gelände Bochum, die deren Motivation eine Rachekampagne vorzunehmen zeigen. Es wird dabei klar, es geht um Differenzen in der Weltsicht, sowie persönliche Eitelkeiten.
Die Person, welche betroffen ist von den Übergriffen durch Ende Gelände und deren Familienmitglieder sind selbst Überlebende sexualisierter Gewalt. Folgend auf unsere erste Veröffentlichung zur Zusammenarbeit von Sozialem Zentrum und Rotem Ruhrgebiet schrieb das Soziale Zentrum eine Mail an diverse Gruppen und Projekte und warf der Person Übergriffe vor und der Linken Szene Bochums schaden zu wollen. Dabei wurden Daten bzw. vermeintliche Daten der Person an eine undefinierte Öffentlichkeit verschickt. Es kann klar von einem Doxingversuch gesprochen werden. Alles weitere dann im Haupttext.
Das SZ Bochum: Ein noch abgründigerer Abgrund und Verbindungen zur Gewalt im Neuland
Eigentlich wollten wir einen anderen und längeren Artikel veröffentlichen. Es wäre dabei um
ein Hausverbot, Mobbing, das Soziale Zentrum und die Oval Office Bar, welche das Konzept „Awarness“ bzw. „Awarness“-Konzept benutzen, oder missbrauchen; um Menschen mundtot zu machen und Übergriffe zu decken (auch wenn wir slsbt lieber Konzepte wie Community Accountability nutzen) gegangen.
Auch wenn der Abgrund schon tief genug scheint, die Bochumer Linke Szene kriegt es hin noch abgründiger zu sein.
Durch Zufall sind wir nämlich an Informationen gekommen über Geschehnisse, die sich in Bochum schon vor einiger Zeit ereignet haben. Konkret geht es um die sexualisierte Gewalt einschließlich Vergewaltigungen, sowie andere Übergriffe in der Linken Kneipe Neuland und dem Umgang des Sozialen Zentrums Bochum damit.
Wir möchten betonen, dass diese die Informationen nicht von Betroffenen stammen, sondern von Personen, die mit einer der zentralen Gruppen, die an diesen Übergriffen beteiligt war bzw. diese gedeckt hat, zusammengearbeitet haben. Die Person, von der wir die Info haben, nennt, das was sie getan hat, „Awarness-Arbeit“.
Unsere allgemeinen Informationen zum Neuland entsprechen auch nur dem, was wir aus dem entsprechenden Indymedia-Artikel entnehmen/ableiten können, den wir hier noch einmal verlinken.
Das was im Neuland passiert ist, verknüpft/ vermischt sich nun mit Übergriffen gegen Betroffene von sexualisierter Gewalt durch das SZ Bochum. Und damit, wie Menschen mit Übergriffen in der Bochumer Linken Szene allgemein umgehen.
Es zeigt auch noch einmal, die dort weitverbreitete Menschenfeindlichkeit und Bereitschaft Unterdrückung und Trauma als Machtmittel einzusetzen.
Awarness vs Community Accountaiblity
Nachfolgend werden wir den Begriff „Awarness“ und „Awarness-Arbeit“ benutzen. Wie bereits gesagt, halten wir beides für ungeeignet, um längerfristig gegen körperliche und sexualisierte Gewalt oder auch stärkere Formen von verbalen Übergriffen vorzugehen.
Dafür halten wir Konzepte wie Transformative Justice und Community Accountability für nötig.
Beide beinhalten auch die Veränderung der grundsätzlichen Werte einer Gemeinschaft. Das Projekt Incite schreibt hierzu:
Community Accountaibility ist „eine gemeinschaftsbasierte Strategie und keine polizeibasierte, oder gefängnisbasierte Strategie, um Gewalt in unseren Gemeinschaften zu bekämpfen.“
„Dabei arbeitet eine Gemeinschaft zusammen, um, […] Werte und Praktiken zu schaffen und bestätigen, die Missbrauch und Unterdrückung widerstehen und Sicherheit, Unterstützung und Verantwortlichkeit fördern.“
Awarness, unabhängig von seiner Umsetzung in Deutschland, ist ein Konzept, welches hauptsächlich daraus besteht, kurzfristig Verhalten von Personen zu werten und inhaltliche Fehler aufzuzeigen z. B. in dem Verhaltensregeln bei Veranstaltungen durchgesetzt werden.
Das kann sinnvoll sein, es bedarf aber auch grundlegender anti-autoritärer Werte einschließlich des Versuchs der Auseinandersetzung mit allen Herrschaftsverhältnissen – ohne dies wird Awarness schnell zur Moralpolizei. Sofort passiert dies, wenn Awarness unter der Vorstellung der moralischen Umerziehung anderer Menschen angewandt wird und versucht wird mit diesem Konzept sich in das Leben anderer Menschen einzumischen, um eigene Moralvorstellungen durchzusetzen, insbesondere wenn diese selbst menschenfeindlich und autoritär sind.
Community – Accountability hingegen ist ein Konzept, das ganz klar aus unterdrückten Communities stammt, die nicht die Polizei und den Gefängnisapparat einsetzen können. Wir werden später nochmal darauf blicken, warum es absurd ist zu glauben, dass Personen, die genau mit diesem Apparat nicht nur kein Problem haben, sondern ihn nutzen wollen, um ihre politischen Gegner*innen auszuschalten bzw. verherrlichen, diesen Apparat weiter auszubauen – Menschen in Lager zu stecken etc. – warum es absurd ist zu glauben, dass Menschen mit solchen Vorstellungen und Verhalten gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen.
Die Übergriffe im Neuland. Çay und Nelken, das Rote Ruhrgebiet und das SZ
Was wichtig zu benennen ist, dass auch nachdem bekannt wurde, dass die Übergriffe im Neuland nicht aufgearbeitet wurden, durch den besagten Indymedia-Artikel (im September 2024), weiter Projekte und Personen mit der Gruppe Rotes Ruhrgebiet zusammengearbeitet haben. Dazu gehört vor allem das Soziale Zentrum in Bochum, wo das Rote Ruhrgebiet letztes Jahr mehrere Veranstaltungen hatte. Über ein halbes Jahr nach dem Bekanntenwerden des Scheiterns einer Aufarbeitung, gab es dort zwei Veranstaltungen. Hier nochmal die Instagram Posts dazu (Veranstaltung 1 und Veranstaltung 2). Zu den Hintergründen dazu, haben wir weitere Informationen, die deutlich machen, dass das Ganze ein bewusstes Handeln des SZ war und kein Versehen.


An dieser Stelle möchten wir noch einmal erwähnen und werden es auch weiterhin tun, dass es sich bei Rotes Ruhrgebiet um eine menschenfeindliche, mindestens leninistische, wenn nicht stalinistische oder maoistische Gruppe handelt, die sich für die Einrichtung eine Diktatur einsetzt/eine Diktatur und ihre Taten verehrt.
Teil bereits jeder Herrschaft eines Staates ist sexualisierte Gewalt. Denn der Staat ist eine Institution des Patriarchats und untrennbar mit diesem verbunden. Diktaturen weiten diese sexualisierte Gewalt gegenüber der sowieso schon in Staaten bestehenden sexualisierten Gewalt massiv aus.
Sie nutzen sexualisierte Gewalt um gegen ihre (politischen) Gegner*innen vorzugehen.
Dies geschieht teilweise bewusst, teilweise unbewusst. Es geschieht teilweise geplant, teilweise aus der Dynamik von Lagern, Folterkammern, Gefängniszellen der Geheimpolizei und ähnlichem heraus.
Zu erwarten, dass eine Gruppe, die mit Vergewaltigungen kein Problem hat; sondern Systeme, die massenhaft Vergewaltigungen benutzen und schaffen, um ihre Macht zu erhalten, feiert; nicht selbst sexualisierte Gewalt ausübt oder deckt ist absurd.
SZ arbeitet bewusst mit Vergewaltigungsstrukturen zusammen.
Was ist uns jetzt denn bekannt geworden? In einem Chat mit einer Person, die aus dem direkten Umfeld des SZ stammt und an dem Awarnessprozess beteiligt war, wurde noch mal eindeutig ersichtlich, wie sehr die Gruppe Rotes Ruhrgebiet an den Übergriffen im Neuland beteiligt war.
Es wird außerdem klar, dass die Person diesen Prozess als gescheitert ansieht. Das heißt, die Gruppe Rotes Ruhrgebiet hat bewusst keine Verantwortung übernommen und ihr Verhalten nicht verändert. Dazu gibt es hier den Beleg aus dem Chat. Direktes Umfeld heißt, die Person lebt mit einem zentralen Aktivisti des SZ zusammen und ist auch über das Vorgehen dort informiert.
Anarchistische Person: „Das war ironisch der Artikel ist von Betroffenen aus dem Neuland wo das Rote Ruhrgebiet an Vergewaltigungen bzw. deren decken beteiligt war.
Person aus dem direkten SZ-Umfeld: „Ich weiß. Der Awarness Prozess war nicht ohne“
Anarchistische Person: „ Und sich für die Kriminalisierung von Sexarbeitenden eingesetzt hat.
Und sie [Das Rote Ruhrgebiet – hier Instagram Post dazu]. haben danach Leute dafür geshamed. Nicht mit ihnen zusammenarbeiten zu wollen“.
Person aus dem direkten SZ-Umfeld: „Ja.. wie gesagt der Prozess war anstrengend und … weiß wie er endete. Geht ja nicht ohne Grund keiner ins Neuland“.

„Antirepressionarbeit“ als Verteidigung von Vergewaltigungskultur/Autoritären Kommunismus
Die Person aus dem SZ Umfeld begründet die Zusammenarbeit mit dem Roten Ruhrgebiet dann hiermit:
„Auch das Rote Ruhrgebiet durfte nur in Zusammenarbeit mit den BAT [Bochumer Antifa Treff] ins SZ, vor allem wegen der Repressionsthematik.“
Das ist erst mal gelogen. Die Veranstaltung des Roten Ruhrgebiets im Juni 2026 war gar keine zu Anti-Repression, sondern zu „Revolutionären Antifaschismus“ mit einem inhaltlichen Input vom Roten Ruhrgebiet.
Was Leninist*innen sich unter Revolution und Antifaschismus vorstellen, sollte hoffentlich klar sein – wir fassen es so zusammen: Hoffentlich kommt diese Revolution nie!
Und falls wer denkt, aber „wir brauchen doch andere Perspektiven als den bürgerlichen Antifaschismus“: In kurzer Distanz zum SZ gab es im März 2025 eine Veranstaltung, die von Anarchist*innen organisiert wurde.
Das Soziale Zentrum hat so gezielt die Inhalte einer leninistische Gruppe verbreitet, die, wir wiederholen es, an Vergewaltigungen bzw. deren Decken beteiligt war.
Aber auch bei der „Antirepression-Veranstaltung“ im April 2025 handelte es sich nicht, um ein krasses Projekt – das jede verfügbar Person und Gruppe brauchte. Es war ein Cocktailabend – oder zugespitzt „Solisaufen“ im SZ, wo normalerweise maximal ein paar dutzend Menschen zusammen kommen und eh nicht mehr als Hundert reinpassen. So was können drei Leute stemmen, bei der Vielzahl der Initativen im SZ sollten die verfügbar sein.
Doch die besagte Person sieht Leninist*innen gar nicht als autoritär an: „Aber nicht jede „Rote“ Gruppe ist automatisch autoritär,[…].
Klar, nicht jede kommunistische Gruppe ist autoritär, auch wenn erfahrungsgemäß anti-autoritäre Kommunist*innen in Deutschland rar gesät sind.
Es ging aber nie um anti-autoritäre Kommunist*innen. Die Aussage, auf die geantwortet wurde, war:
„Bolschewiki, Leninist*innen, Stalinist*innen etc. und Partner*innen.“
Das die Person aus dem SZ-Umfeld diese mit Kommunismus an sich gleichsetzt, sagt sehr viel über ihr Weltbild und wahrscheinlich auch vieler anderer Menschen im SZ aus.
Auch dazu noch dieser nachfolgende Satzteil „[…], und nicht jede autonome oder anarchistische Gruppe ist automatisch wirklich autonom oder solidarisch“.
Ja das stimmt, inhaltlich anti-autoritär zu sein ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung, um sich gut zu verhalten. Jedoch relativiert dies nicht, mit einer autoritären Gruppe, die konkrete sexualisierte Gewalt unterstützt hat, zusammenzuarbeiten.
Diese Art der Rechtfertigung ist eine typische Erzählung der autoritären Linken. Damit das Anarchist*innen oder auch ihre Revolutionen nicht perfekt waren, wird das eigene unethische Handeln begründet. Es handelt sich, zugespitzt, um die Logik, nur weil es bisher nicht gelang ein Paradies auf Erden zu schaffen, dürfen wir den Menschen eine Hölle bereiten.

Die Ablehnung der UdSSR als Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
Die wohl ekelhafteste Aussage ist, dass die Ablehnung der UdSSR mit Rassismus gleichgesetzt wird.
Person aus dem SZ-Umfeld: „Meine Großmutter musste auch aus dem Balkan fliehen. Und trotzdem greif ich keine Menschen aus dem Balkan an“.
Die Ablehnung einer Diktatur und eines imperialistischen (National-) Staates bzw. der Leuten, die ihn verehren, wird hier mit Rassismus und/oder Fremdenfeindlichkeit gleichgesetzt.
Die Aussage auf Deutschland bezogen hieße; Personen, die sich gegen Deutschen Nationalismus und Gruppen, die ihn unterstützen stellen, vorzuwerfen, sie wären fremdenfeindlich gegen Deutsche.
Wobei der klare Unterschied hier ist, das die UdSSR nicht mehr existiert, also niemand mehr im klassischen Sinne direkt dort lebt und ein Großteil der Gruppe Rotes Ruhrgebiet sehr wahrscheinlich nicht aus der (ehemaligen) UdSSR stammt.
Aber vielleicht denkt die Person ja auf putinische Weise – jede Ablehnung der UdSSR sei westlicher Imperalismus und ein Angriff gegen das russische Volk???
Anti-Anarchismus im SZ und Umfeld
Das dies keine übereilte Aussage war, sondern tief in den Vorstellungen der aussagenden Person verankert, zeigen zwei weitere Aussagen. Welche schon vorher im Chat gefallen waren.
Auch das könnte als Einzelfall und nicht repräsentativ gesehen werden, doch das Mitbewohni der Person, welches ein zentrales Aktivisti im SZ und der Gruppe Ende Gelände Bochum ist, vertritt ebenfalls ähnliche autoritäre Ansichten. Konkret dazu kommen wir im Teil II noch einmal.
Wir möchten auch betonen, dass es uns hier nicht darum geht, einzelne Personen bloßzustellen, sondern Einstellungen innerhalb des Sozialen Zentrums aufzuzeigen. Denn diese werden nachfolgend noch einmal sehr relevant.
Das alles würde auch entfallen, würden sich Projekte offensichtlich und ehrlich positionieren.
Doch Denkweisen werden aktiv verschwiegen und verheimlicht, eine klassische Herrschaftstechnik.
Nun zurück zu den Aussagen im Chat.

Anarchist*innen dürfen keine intergenerationellen Beziehungen und Geschichte haben
Die Aussage war eine Erwiderung, auf folgende Äußerung der anarchistischen Person:
„Meine Leute sind unter Lenin massenhaft verfolgt worden, [sic!] ich brauche [sic!] überhaupt nicht konstruktiv zu sein.“
Der andere Teil der Äußerung war:
„Lenin ist seit paar Jahren Tod, bei aller Solidarität glaube ich dir leider nicht. :/“
Aus der Äußerung folgt, das Anarchist*innen und Mitglieder der Arbeiter*innen und der Bäuer*innenklasse, die unter den Bolschewiki ermordet wurden, keine Personen sein können, zu denen Menschen eine tiefergehende emotionale Beziehungen haben können.
Jede lebendige Bewegung und Kultur (nicht national gemeint) hat eine Beziehung zu den vorangegangenen Generationen, deren Handeln und auch Leid. Traumata setzen sich in Bewegungen über Generationen fort. Wie viele indigene und schwarze Feminist*innen formulieren:
Wir kommen von wo und gehen wohin. Die Beziehungen vor uns und Beziehungen zur Geschichte bestimmen die Beziehungen in der Zukunft. Die Fähigkeit Empathie und Bedeutung über Generationen hinweg zu empfinden macht anti-autoritären Widerstand erst möglich.
Teil davon ist Trauer und Leid über die Ermordung anarchistischer Gefährt*innen – unsern Leuten zu fühlen. Egal wann sie passiert ist.
Die Person aus dem SZ-Umfeld spricht Anarchist*innen also diese Beziehung zu ihrer Geschichte und ihren Gefährt*innen ab. Sie entmenschlicht sie. Es geht hier um kulturelle und geschichtliche Auslöschung, eine klassische Strategie gegen unterdrückte Gruppen – ihre Erinnerungskultur wird zerstört, um dann ihre Geschichte umschreiben oder ganz vernichten zu können.
Nur Kommunist*innen sind ganze Menschen
Dieser gezielte Angriff auf anarchistische Geschichte wird auch im nächsten Austausch klar.
Um aufzuzeigen worum es im Chat eigentlich ging, stellte die anarchistische Person eine weitere Frage.
Nach eigenen Angaben wählt sie dazu extra das Beispiel des italienischen Faschismus, um nicht in irgendeinen Vergleich zwischen Nazi-Deutschland und der UdSSR zu kommen.
Leid sollte nicht zahlenmäßig aufgerechnet werden, weil aber mit Sicherheit das Gegenargument kommt: Die Zahl von ermordeten und inhaftierten Anarchist*innen, Kommunist*innen und anderen Sozialist*innen sollte unter Lenin und Stalin nicht wesentlich geringer gewesen sein also unter Mussolini. Und spart euch eure Bolschewismus- Relativierungen, wer Diktaturen geiler findet, nur weil sie sich rot anmalen, der*die ist eh vom Weltbild her schon halb Faschist*in.
Es wurde geschrieben: „Jo sagst du das auch Kommis, deren „Genoss*innen“ unter Mussolini ermordet wurden?“
Die Antwort war: „Nein WTF“
Hier wird klar, Kommunist*innen sind für die Person aus dem SZ Umfeld Menschen, Anarchist*innen sind es nicht oder Unterdrückung durch den Faschismus ist falsch, aber durch den Bolschewismus kein Problem oder beides. Eine zutiefst autoritäre und menschenfeindliche Sicht.
Übrigens geht es hier nicht nur um einen massiven Anti-Anarchismus, denn das Ganze wurde ja mit der vergangenen Zeit allgemein begründet (nebenbei bemerkt, Lenin und Mussolinis Lebzeiten liegen auch nur 21 Jahre auseinander).
Geht die Person auch zu Menschen deren Communitymitglieder durch George Washington
ermordet wurden und sagt „das ist schon über 200 Jahre her, da bezweifele ich, das ihr leidet“ WTF?!
Und rechtfertigt dann Leute, die US-Fahnen schwenken und sich vor eine Statue von George Washington stellen und ihn als Helden verehren. Und ja, die USA sind nicht besser als die UdSSR.
Bolschewiki sind Klassenverräter*innen und (oft) Vergewaltiger*innen
Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass es uns nicht um einen plumpen Antikommunismus geht. Erstmal ist jede Person, die die Sowjetunion für kommunistisch im Sinne einer herrschaftsfreien- und klassenlosen Gesellschaft hält, selbst antikommunistisch, weil sie ein System verteidigt, in dem Hunderttausende von Kommunistinnen und Sozialistinnen ermordet, inhaftiert gefoltert und auch vergewaltigt wurden.
Außerdem möchten wir betonen, dass egal welche Fahne eines Staates jemand schwenkt, ob es jetzt Deutschland, die USA oder Sowjetunion – das jedes staatliche System auf divers sexualisierter Gewalt beruht. Der Staat ist eine Institution des Patriarchats und patriarchale Gewalt …?…um zu existieren.
Bei jenen Staaten, die ihren Bürgern demokratische Rechte geben und deren Strafsystem deshalb weniger repressiv für diese Bürger*innen selbst ist, müssen wir miteinbeziehen, dass sie Teil des globalen Kolonialsystems sind. Das heißt, wenn es um die liberalen Demokratien geht, müssen wir einbeziehen, welche sexualisierte Gewalt durch das Kolonialsystem ausgeübt wurde und weiter ausgeübt wird.
Bei der Sowjetunion hat sich diese Repression nicht vollständig auslagern lassen.
Selbstverständlich hat diese innerhalb ihres vermeintlich eigenen Staatsgebiets auch indigene Gruppen mit (sexualisierter) Gewalt unterdrückt, wie das mit allen indigenen Gruppen passiert, die ein Staat versucht zu beherrschen.
Der Unterschied in vielen linken Kreisen und wie gezeigt im Sozialen Zentrum ist, das die Menschenfeindlichkeit und sexualisierte Gewalt der Sowjetunion und Bolschewiki akzeptiert ist, weil sie als sozialistisch gilt.
Damit wird die Niederschlagung des Russischen Revolution und des Rät*innensystems damals- also Klassenverrat oder Klassenbetrug als sozialistisch gefeiert. Die Verfolgung und Unterdrückung von Millionen Menschen aus der Arbeiter*innen- und der Bäuer*innenklasse.
Was die Bolschewiki Anarchist*innen, vielen Kommunist*innen und anderen Sozialist*innen angetan haben, wurde schon erwähnt.
Was sexualisierte Gewalt angeht wiederholen wir, wie in jedem Artikel, unter den Bolschewiki und in der UdSSR wurden in den Lagern Hundertausende bis Millionen Frauen, Queer, aber auch heterosexuelle cis endo Männer vergewaltigt.
Hier Berichte aus dem Gulagsystem und hier ein Text zur Verfolgung queerer Männer und (wahrscheinlich) auch AMAB trans Personen. Folter ist übrigens auch nicht besser als sexualisierte Gewalt. Und für alle die glauben, es habe unter den Bolschewiki keine (Massenhafte)Folter gegeben, hier ein Auszug aus der Kronstadt Izvestiia, der Zeitung, die während des Aufstandes in Kronstadt 1921 herausgeben wurde:
„The worker has become a night animal instead of a factory owner. He cannot work where he wants, and cannot refuse to work beyond his strength. Anyone who speaks a word of truth they shoot, leave in prison to rot, or torture in the Communist torture chambers.
Worker and peasant, languishing under the Bolshevik yoke, it is time for you to wake from your lethargy! Form true Soviets.“
Der Arbeiter ist ein Nachttier geworden statt der Besitzer von Fabriken. Er kann nicht arbeiten, wo er möchte, und sich nicht weigern jenseits seiner Kraft zu arbeiten. Alle die ein Wort Wahrheit aussprechen werden erschossen, ins Gefängnis geworfen, um zu verotten oder in den Kommunistischen Folterkammern gefoltert. Arbeiter und Bauern, die unter dem bolschewistischen Joch erschlaffen, es ist Zeit aus eurer Lethargie zu erwachen. Schafft wahre Soviets [Räte]!“ – 14 März 1921- Kronstadt Izvestiia #12 (https://libcom.org/library/kronstadt-izvestiia-12)
Warum Staaten allgemein sexualisierte Gewalt brauchen, haben wir schon beschrieben. Wer dem Staat die komplett Kontrolle über das Leben und die Gesellschaft geben will – verstaatlichen – statt entstaatlichen, der dehnt die sexualisierte Gewalt aus und verstärkt sie. Es ist dann nicht mehr „nur“ das in Kauf nehmen des bestehenden Patriarchats, sondern dessen Ausweitung und die Ausweitung seiner Gewalt: Bolschewismus/Autoritäter Kommunismus ist Vergewaltigtungskultur
Und anders als 1917/18, wo Menschen vielleicht naiv nicht auf die Warnung von Anarchist*innen gehört haben, gibt es keine Ausrede mehr dies nicht wahrhaben zu wollen. Doch wie die Äußerungen der Person aus dem SZ-Umfeld zeigt, wollen es dort viele Menschen nicht sehen.
Abschließend stellen wir uns erneut vor, das Rote Ruhr-Gebiet würde eine US-Fahne, eine israelische oder eine Fahne der Bundesrepublik Deutschland schwenken. Völlig richtigerweise würden diese Personen niemals Zugang zum Sozialen Zentrum in Bochum erhalten, oder wenn es ihnen doch gelänge, gebe es einen Shit-Storm ohne Ende. Beim Roten Ruhr-Gebiet passiert das eben nicht.
Es ist wie bei einer Sekte, die gezielt Teile der Realität ausblendet, um einen Kult um einen vermeintlichen Sozialismus/Kommunismus betreiben zu können, der aus einer kruden Mischung von Rumgemackere und sich selbst zum Opfer erklären besteht.
Zwischenfazit: Das es SZ hat mit Vergewaltigungen kein Problem wenn sie für „den Kommunismus“ passieren
Genau. Also wir fassen an zusammen: Das SZ hat bewusst und absichtlich mit einer Gruppe zusammengearbeitet hat, ihr Räume gegeben, die an Vergewaltigungen bzw. deren Decken beteiligt war und die Systeme von sexualisierter Gewalt, von Vergewaltigung feiert und gut heißt.
Dass niemand dagegen vorgeht zeigt soziale Zentrum immer neben dem Neuland und anderen Erfahrungen, die andere Menschen gemacht haben, die tief verankerte Vergewaltigungskultur in der Bochumer linken Szene.
Wo solche Inhalte, solche Handlungsweisen nicht konfrontiert werden und werden immer wieder sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungen geschehen.
Ergänzungen zu Ende Gelände Bochum und dem Roten Ruhr
Involvierung: Zusammenarbeit von Ende Gelände Bochum und Roten Ruhrgebiet in Awarnessprozess in Gelsenkirchen.
In Gelsenkirchen waren bei einem Awarnessprozess sowohl Ende Gelände Bochum als auch das Rote Ruhrgebiet beteiligt. Wie genau das aussah, können wir gerade nicht nachvollziehen. Wir gehen von einer Zusammenarbeit der beiden Gruppen aus. Das Ganze fand nach dem Scheitern des Awarnessprozesses und der Veröffentlichung im Neuland stand.
Ein Beleg dazu gibt es hier. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass dies keine Aussage über die Ereignisse dort ist und auch nicht über die Glaubwürdigkeit von Betroffenen.
Wir führen es hier nur auf, um zu zeigen, wie verantwortungslos – ja missbräuchlich Ende Gelände Bochum „Awarenessarbeit“ betreibt. Mit Vergewaltigungsstrukturen zusammenzuarbeiten in einem Awarnessprozess ist absolut gefährlich und zeigt auch das sexualisierte Gewalt nicht ernst genommen wird.
Mit solchen Strukturen zusammenzuarbeiten, oder wie in Teil 2 dargestellt wird, Übergriff zu konstruieren, die es nicht gegeben hat ist außdem ein Schlag in Gesicht von Betroffenen, weil es das Vertrauen in die gelaufenen Awarnessprozesse allgemein angreift.
Falls Menschen im Rahmen von Awarnessprozess unter Beteiligung von Ende Gelände Bochum oder dem Roten Ruhrgebiet Übergriffe erlebt haben könnt ihr euch gerne bei uns melden.
Weitere zusammenhängende Vergewaltigungsstruktur: Rote Jugend Deutschland
Auf Indymedia sind wir durch Zufall auf diesen Artikel zu (sexualisierter) Gewalt innerhalb der Roten Jugend Deutschland gestoßen:https://de.indymedia.org/node/718292
Die Rote Jugend arbeitet mit dem Roten Ruhrgebiet zusammen. Screenshot hierzu:

Wir haben schon genug dazu geschrieben, warum autoritär-kommunistische Strukturen Teil von Vergewaltigungskultur sind und aus ihrer Ideologie und Struktur heraus immer wieder sexualisierte Gewalt passieren muss.
Wir möchten einmal hieraus zitieren. Denn es passt sowohl zum Umgang des Sozialen Zentrums als auch weiterer Teile der Bochumer Linken Szene mit dem Roten Ruhrgebiet:
“Anstatt Machtmissbrauch und Sexismus politisch aufzuarbeiten, werden betroffene Frauen systematisch pathologisiert, als „zu emotional“ oder „instabil“ delegitimiert und sozial isoliert. Während das grenzverletzende Verhalten männlicher Genossen relativiert und geschützt wird, führt die Benennung von Gewalt für Frauen zu intransparenten Ausschlussverfahren und dem Entzug jeglicher Solidarität – selbst in persönlichen Krisensituationen. Diese Praxis entlarvt den organisationsinternen Feminismus als bloße Fassade, die bestehende Herrschaftsverhältnisse absichert und Kritik durch psychische Gewalt im Keim erstickt.
Ich habe in der Roten Jugend Deutschland eine antifeministische Praxis erlebt, die sich hinter linker Rhetorik und formalen Schutzstrukturen verbirgt. Betroffenenschutz wird hier so ausgelegt, dass patriarchale Machtverhältnisse gestärkt werden, während die feministische Praxis gleichzeitig untergraben wird. Wer offen über Fehler spricht, wird isoliert. In der Roten Jugend Deutschland zeigte sich der Antifeminismus nicht in offenen Angriffen, sondern in alltäglichen Strukturen, internen Prozessen und im Umgang mit Kritik.
Schon früh, noch bevor ich selbst Konflikte angesprochen hatte, sagte mir ein langjähriger “Genosse”, dass Klärungen in dieser Organisation nicht funktionieren würden. Er berichtete mir, dass er selbst eine Grenzüberschreitung durch eine Genossin erlebt habe, diese aber bewusst nicht anspricht, weil Kritik in der Organisation nicht aufgearbeitet wird und man sich ins Fadenkreuz begeben würde. Sein Fazit war klar: Wer Konflikte oder Grenzverletzungen benennt, bringt sich selbst in Gefahr und in unkontrollierbare Prozesse. Diese Aussage war kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer gelebten Organisation Realität, in der Schweigen als Selbstschutz fungiert. Im späteren Prozess saß ich dann auch zwei Personen gegenüber, die beide Übergriffig und Grenzverletzend waren, aber darauf, aus Angst vor genau so einem Aufarbeitungsprozess, nicht angesprochen worden waren.“